Der Vogel Phoenix, der verbrennt und aus seiner Asche wiederersteht, war schon in der griechischen Mythologie ein Symbol für ständige Erneuerung.
Diese Gedanken der Erneuerung liegen der modernen Abfallwirtschaft zugrunde. Aus Alt wird Neu, aus Abfall wird Energie.
Darstellung des "Phoenix" von Maurizio Tazzuti, 2008.
Das MHKW verfügt über 2 Turbinen (13 MW und 10 MW)
Aus beiden Turbinen kann Fernwärme entnommen werden. Das MHKW erzeugt dann sowohl Dampf für den Eigenverbrauch und für die Ferwärmeabgabe als auch Strom für den Eigenverbrauch und für die Stromabgabe.
2010 hat das MHKW Würzburg aus 212.600 Tonnen Abfall und Klärschlamm 91,5 Mio. kWh Strom und 39,7 Mio. kWh Fernwärme ins Strom- und Fernwärmenetz abgegeben.
Die Erlöse aus der Energieerzeugung tragen wesentlich zur Entlastung der Gebühren bei.
Beitrag zum Klimaschutz
50 - 60 % des Abfalls ist biogenen Ursprungs (Holz, Papier usw.)
Verglichen mit der Energieerzeugung durch Kohlekraftwerke ergeben deshalb die oben genannten Abfallmengen in Verbindung mit der Strom- und Fernwärmeerzeugung des MHKW eine CO2-Einsparung von etwa 44.000 t im Jahr 2010.
Dass der biogene Anteil des Abfalls erneuerbare Energie ist, stellt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG, §3), verabschiedet noch unter Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90 Die Grünen), ausdrücklich fest.
Mindestens 50 % des im MHKW Würzburg erzeugten Stroms ist damit gleichzeitig "grüne Energie" und dient zusammen mit den übrigen 67 Müllheizkraftwerken der Bundesrepublik Deutschland dazu, die ehrgeizigen Umweltschutzziele im Hinblick auf das Kyoto-Protokoll zu erfüllen.
Im Verhältnis zum Gesamtenergieverbrauch der Stadt Würzburg leistet das MHKW je nach Jahreszeit einen Beitrag bis zu 20 %.
Das entspricht immerhin dem Energiebedarf einer großen Kreisstadt wie Kitzingen.
